Abschied Fortsetzung von Seite 27 Früher war klar: Wer bei der Bahn anfängt, kommt automatisch zur DEVK. Heute braucht es Präsenz vor Ort – in jedem Betrieb, in jeder Dienststelle. In manchen Regionen gibt es beispielsweise kaum Auftaktveranstaltungen für neue Mitarbeitende. Das macht es für uns schwieriger, sichtbar zu sein. Deshalb testen wir gerade neue Bürostandorte, um näher an die Kolleginnen und Kollegen bei der Bahn zu rücken. Wir möchten dort für Euch da sein, wo Ihr arbeitet und lebt.“ Die DEVK ist ein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit – was ist daran das Besondere? Gottfried Rüßmann: „Das Besondere ist, dass unsere Mitglieder zugleich unsere Eigentümer sind. Wir sind kein börsennotiertes Unternehmen, son- dern ein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit – das schafft eine ganz andere Verbindung. Unsere obersten Gremien, wie die Mitgliederversammlung, bestehen überwiegend aus Menschen aus der Ver- kehrsbranche. Sie vertreten nicht Aktionäre, son- dern die Gemeinschaft. Das bedeutet: Wir wirtschaften im Sinne unse- rer Mitglieder. Was wir erwirtschaften, bleibt im Wesentlichen im Verein – für Rücklagen, für Stabi- lität, für die Zukunft. Wenn möglich, schütten wir Beiträge an unsere Mitglieder aus. Dieses Kon- strukt erlaubt uns, langfristig zu denken und nicht kurzfristigen Renditeerwartungen hinterherzulau- fen. Das macht uns zu einem verlässlichen Partner – im Leben und bei der Arbeit.“ Was unterscheidet die DEVK von anderen Versicherern? Gottfried Rüßmann: „Die DEVK hat ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Wir sind der einzige Ver- sicherer, der sich so konsequent auf die Verkehrs- branche spezialisiert hat. Wir kennen die Lebens- realitäten unserer Mitglieder, ihre Arbeitsbedingun- gen, ihre Herausforderungen, ihre Bedürfnisse. Außerdem haben unsere Vereinsmitglieder Mit- wirkungsrechte und bringen sich aktiv ein – sogar in die Produktentwicklung. So entstehen speziel- le Angebote, die genau auf die Verkehrsbranche zugeschnitten sind. Das gibt es so bei keinem anderen Anbieter. Gottfried Rüßmann, Vorstandsvorsitzender der DEVK, verabschiedet sich zum Jahresende in den Ruhestand und vertraut auf die einzigartige Gemeinschaft im Ver- sicherungsverein, getragen von Menschen aus der Verkehrsbranche. Ein weiterer Vorteil: Im Vereinsbereich zahlen wir im Vergleich zum allgemeinen Markt oft weniger für Schäden – das ermöglicht günstigere Prämien. Unsere Beraterinnen und Berater kennen die Bran- che, sprechen die Sprache der Beschäftigten und sind Ansprechpersonen auf Augenhöhe. Beson- ders stark sind wir, wenn es darauf ankommt: Bei großen Schadenereignissen zeigt sich, wie verläss- lich und schnell unsere Teams reagieren. Das spü- ren unsere Mitglieder – und das spricht sich auch im Markt herum.“ Was verbindet Sie persönlich mit der Verkehrsbranche und der Eisenbahn? Gottfried Rüßmann: „Mein Zugang zur Verkehrs- branche kommt ursprünglich aus dem Luftverkehr. Mein Vater ist 1958 bei der Lufthansa eingestie- gen und galt als Pionier im westdeutschen Luft- verkehr. Die Reisebranche prägt unsere Familie – fast alle sind in der Branche tätig, viele arbeiten im Reisebüro. Auch meine Diplomarbeit habe ich am Logistiklehr- stuhl in Köln geschrieben, mit Fokus auf der Luft- fahrt. Meine Liebe zur Bahn habe ich dann bei der DEVK entdeckt und sie ist mit den Jahren gewach- sen. Und ich bin sehr dankbar, mit meiner schwar- 28 extraTakt 4-25 K V E D , r e b a N n e g r ü J : s o t o F